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Geschäftsbericht 2018Geschäftsbericht InCore

InCore Bank Geschäftsbericht 2018

Geschäftsentwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte InCore erneut wesentliche Fortschritte erzielen im Hinblick auf die Erreichung eines nachhaltigen finanziellen Ergebnisses.

Der Verlust aus dem Zinsengeschäft betrug 2018 aufgrund der Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank CHF 0.27 Mio. (Vorjahresverlust CHF 0.17 Mio.). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich um 19% auf CHF 2.42 Mio. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft war mit CHF 16.67 Mio. im Berichtsjahr um 1.5% höher als im Vorjahr. Der übrige ordentliche Erfolg stieg von CHF 1.40 Mio. auf CHF 1.81 Mio. im Jahr 2018.

Dank der im vergangenen Jahr konsequent weitergeführten Anstrengungen zur Erhöhung der betrieblichen Effizienz konnte der Geschäftsaufwand 2018 in Höhe von CHF 18.73 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert leicht reduziert werden.

Aufgrund des Wechsels des Mehrheitsaktionärs zu SOBACO Holding Anfang 2017 wurde im Jahr 2017 ein grösseres Transitionsprojekt eingeleitet, welches zum Ziel hatte, die gesamte Infrastruktur vom früheren Provider zur Schwestergesellschaft SOBACO Solutions zu transferieren. Da sich dieses Projekt leicht verzögerte, musste InCore in den ersten drei Monaten von 2018 eine Doppelbelastung vom alten und neuen Provider in Höhe von CHF 0.75 Mio. tragen.

Aufgrund von MWST-Rückforderungen der Jahre 2011 – 2016 mussten bestehende Rückstellungen von CHF 0.30 Mio. um CHF 0.56 Mio. auf CHF 0.86 Mio. erhöht werden. Diese ergeben sich aus unterschiedlichen Ansichten der Eidgenössischen Steuerverwaltung und InCore hinsichtlich der Berechnungsmethode des Vorsteuerabzuges.

Im Weiteren führte InCore auf Ende Jahr einen Depotstellentransfer ihres grössten Custodian durch, um für sich und ihre Kunden langfristig von besseren Konditionen zu profitieren. Dies führte zu Mehrbelastungen in Höhe von CHF 0.2 Mio.

Die Bank schloss das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von CHF 0.010 Mio. ab. Ohne die diversen Sondereffekte hätte InCore ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 ausweisen können. Für 2019 geht InCore erneut von einem sehr guten Geschäftsjahr aus, da nicht mit erneuten negativen Sondereffekten zu rechnen ist.

Gute Chancen und Aussichten im Kerngeschäft sowie in neuen Märkten

Der im Schweizer Private-Banking-Geschäft seit einiger Zeit erkennbare Trend zur Reduktion der Fertigungstiefe mittels Outsourcing hat sich im Berichtsjahr wiederum deutlich akzentuiert. Zahlreiche Privatbanken, welche in den letzten Jahren mit der Lösung anderer Herausforderungen beschäftigt waren, haben angesichts der sich verschärfenden Konkurrenz im Geschäft mit vermögenden in- und ausländischen Privatkunden beschlossen, Outsourcing-Optionen konkret zu prüfen und entsprechende Angebote einzuholen. Ihr Ziel ist, sich Freiräume zu schaffen, um auf die Kundenfront zu fokus-sieren sowie ihre operationelle Effizienz zu steigern.

Mit ihrer klar fokussierten Geschäftsstrategie und ihrem einmaligen Dienstleistungsangebot als Anbieter von umfassenden «One-Stop-Shopping»-Outsourcing-Lösungen erachtet InCore – als einzige reine Schweizer Transaktionsbank ohne Aktivität im Private-Banking-Endkundengeschäft – den Markt für sich als chancenreich. Deshalb hat InCore in ihrem Kerngeschäft, dem Full Outsourcing mit integriertem Custody und Brokerage für kleinere und mittlere Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein sowie dem Betrieb und Unterhalt der Systeme und Applikationen mit Hilfe ihrer Schwestergesellschaft SOBACO Solutions, ihre Akquisitionsbemühungen weiter vorangetrieben, so dass weitere Outsourcing-Offerten platziert werden konnten, welche noch ausstehend sind.

Die Bereiche Street Side Services und Digitalisierung wurden im vergangenen Jahr als zusätzliche strategische Pfeiler bestimmt und sollen 2019 dementsprechend gestärkt und ausgebaut werden.

Die Eigentümer der Bank sowie der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sind fest entschlossen, die sich bietenden Marktchancen konsequent zu nutzen. Die Forcierung der Verkaufsaktivitäten sowie die konsequente erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ausrichtung werden deshalb den zentralen Schwerpunkt im Jahr 2019 darstellen.

Dr. Jean Phillippe Moser
Präsident des Verwaltungsrates

Mark Dambacher
Vorsitzender der Geschäftsleitung

Geschäftsbericht 2018