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Geschäftsbericht 2015Geschäftsbericht InCore

InCore Bank Geschäftsbericht 2015

Geschäftsentwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die InCore Bank AG erneut wesentliche Fortschritte im Hinblick auf die Wiederherstellung eines nachhaltig ausgeglichenen finanziellen Ergebnisses machen. Der Verlust aus dem Zinsengeschäft betrug 2015 aufgrund der Negativzinsen der schweizerischen Nationalbank CHF 0.38 Millionen. Im Vorjahr konnten wir einen Ertrag von CHF 0.03 Mio. erzielen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich um 60% und betrug CHF 1.94 Mio. Der Erfolg aus dem aus dem erneut,wenig dynamischen Wertschriften- und Anlagegeschäft war mit CHF 9.74 Mio. im Berichtsjahr um 2% höher als im Vorjahr. Der Kommissionsertrag aus dem Insourcing-Kerngeschäft nahm im Vorjahresvergleich um 3% zu und belief sich auf CHF 10.8 Mio. Aufgrund einer ausserordentlichen Dividenden-Ausschüttung auf Beteiligungen stieg der übrige ordentliche Erfolg um 47% auf CHF 6.5 Millionen. Dank den auch im vergangenen Jahr konsequent weitergeführten Anstrengungen zur Erhöhung der betrieblichen Effizienz konnte der Geschäftsaufwand 2015 gegenüber dem Vorjahreswert um 18% auf CHF 19.5 Mio. verringert werden. Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen in Höhe von CHF 2.4 Mio. bewegten sich im Rahmen der budgetierten Werte und waren im Wesentlichen bestimmt durch die Abschreibungen auf der im Jahr 2013 in Betrieb genommenen IT-Kernbankenlösung. Die Bank schloss das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von CHF 0.77 Millionen ab. Aufgrund der weiteren Bemühungen zur kontinuierlichen Effizienzsteigerung sieht auch das Budget 2016 einen positiven Cash Flow vor. Bezüglich der Durchführung der Risikobeurteilung verweisen wir auf Seite 20 des Geschäftsberichts. Die Angaben zu den Mitarbeiterzahlen finden Sie auf Seite 22.

Der Turnaround im Schweizer Private Banking Geschäft lässt immer noch auf sich warten

Trotz der weiterhin expansiven Geldpolitik der Zentralbanken hat sich das Vertrauen der Anleger in die wirtschaftliche Entwicklung Europas und in deren Anlagemärkte auch im Jahr 2015 nicht wesentlich verbessert. Im Gefolge der zunehmenden politischen Unsicherheit im Nahen Osten und der weiterhin abnehmenden wirtschaftlichen Dynamik in den BRIC-Staaten hat sich die Weltkonjunktur trotz des wieder in Gang gekommenen Aufschwungs in den USA insgesamt weiter abgeschwächt. Der inzwischen abgeschlossene Prozess der Aushandlung von Vergleichen zwischen den in der Kategorie 2 des US Tax Program involvierten Schweizer Privatbanken und den amerikanischen Behörden hat die schon seit einiger Zeit erwartete Beseitigung der diesbezüglichen finanziellen Unsicherheiten gebracht. Damit konzentrieren sich nun immer mehr Privatbanken wieder auf die Bearbeitung ihrer Zielmärkte sowie auf die Bewältigung der digitalen Transformation des Bankgeschäfts. Trotz dieser Investitionen in das Geschäft mit den vermögenden Kunden hat sich die Ertragslage bei vielen Schweizer Privatbanken im vergangenen Jahr noch nicht wesentlich verbessert. Hinzu kommt die Tatsache, dass die unvermindert anhaltende Regulationswelle auch im vergangenen Jahr weiterhin zu signifikanten Kosten führte. Stagnierende Erträge und steigende Kosten liessen deshalb den Druck auf die Gewinn-Margen im Private Banking-Geschäft insgesamt weiter hoch bleiben.

Gute Chancen und Aussichten im Kerngeschäft

Der im Schweizer Private Banking-Geschäft seit einiger Zeit erkennbare Trend zur Reduktion der Fertigungstiefe mittels Outsourcing hat sich im Berichtsjahr nochmals deutlich akzentuiert. Zahlreiche Privatbanken, welche in der Vergangenheit mit der Lösung anderer, dringenderer Probleme beschäftigt waren, haben angesichts der sich verschärfenden Konkurrenz im Geschäft mit vermögenden in- und ausländischen Privatkunden beschlossen, Outsourcing-Optionen konkret zu prüfen und entsprechende Angebote einzuholen. Mit ihrer klar fokussierten Geschäftsstrategie und ihrer USP als Anbieter von umfassenden «One-Stop-Shopping»-Outsourcing-Lösungen bietet sich der InCore Bank AG – als einzige reine  Schweizer Transaktionsbank ohne Aktivität im Private Banking-Endkundengeschäft  eine grosse Chance. Deshalb hat die InCore Bank AG in ihrem Kerngeschäft, dem Full Outsourcing mit integriertem Custody und Brokerage für kleinere und mittlere Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein, ihre Akquisitionsbemühungen im vergangenen Jahr massiv verstärkt und gleichzeitig auch professionalisiert. In diesem Zusammenhang wurde der gesamte Marktauftritt überarbeitet, die Homepage der InCore Bank neu gestaltet sowie verschiedenste Werbebanner bzw. -auftritte bei diversen Online Portalen aufgeschaltet. Dementsprechend positiv hat sich die Liste der an einem Outsourcing zu Incore Bank AG interessierten potentiellen Kunden aus dem Zielsegment entwickelt, was schliesslich dazu führte, dass die Bank aktuell mehrere Offerten ausstehend hat. Die Eigentümer der Bank, der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sind fest entschlossen, die sich bietenden Marktchancen konsequent zu nutzen. Die Forcierung der Marketing- und Verkaufsaktivitäten wird deshalb auch im Jahr 2016 weiterhin den zentrale strategische Schwerpunkt darstellen.

Reto Himmel, Präsident des Verwaltungsrates

Mark Dambacher, Vorsitzender der Geschäftsleitung