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Geschäftsbericht 2016Geschäftsbericht InCore

InCore Bank Geschäftsbericht 2016

Veränderung im Aktionariat der InCore Bank AG
Die bisherigen Mehrheitsaktionäre der InCore Bank AG (InCore) haben sich dazu entschieden, eine Veräusserung einer Mehrheitsbeteiligung an die Firma SOBACO Holding AG (SOBACO) vorzunehmen. Seit dem 12. Januar 2017 hält die SOBACO 51% und die Maerki Baumann Holding AG 49% der Aktien der InCore. Die SOBACO ist ein in der Schweiz etablierter Provider, welcher vor allem das Applikations-Management sowie den Infrastrukturbetrieb, aber auch das Projektgeschäft anbietet. Die SOBACO trat zusammen mit einem unabhängigen BPO Provider bisher am Markt als Konkurrent zur InCore auf. Durch die Übernahme kann die InCore zusammen mit den Schwestergesellschaften SOBACO Solutions und SOBACO Services die gesamte Wertschöpfungskette, vom Projektgeschäft über den Betrieb und Unterhalt sowie dem BPO- und Bankgeschäft,  aus einer Unternehmensgruppe heraus anbieten. Aufgrund der strategischen Veränderung plant die InCore im Geschäftsjahr 2017, eine Transition vom heutigen IT-Provider zur SOBACO Services vorzunehmen. Durch den Wechsel der Eigentumsverhältnisse kam es auch zu Veränderungen im Verwaltungsrat der InCore. Insbesondere konnte mit Dr. Jean Philippe Moser, der  langjähriger CEO einer Transaktionsbank im Retailbankenbereich war, ein neuer Präsident des Verwaltungsrates für die InCore gewonnen werden.  

Geschäftsentwicklung
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die InCore erneut wesentliche Fortschritte im Hinblick auf die Er zielung eines nachhaltig ausgeglichenen finanziellen Ergebnisses machen. Der Verlust aus dem Zinsengeschäft betrug 2016 aufgrund der Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank CHF 0.17 Millionen (Vorjahres-Verlust CHF 0.39 Mio.). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich um 17% und betrug CHF 1.61 Mio. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungs- geschäft war mit CHF 14.92 Mio. im Berichtsjahr um 1% höher als im Vorjahr. Der übrige ordentliche Erfolg ging von CHF 6.50 Mio. auf CHF 3.82 Mio. im Jahr  2016 zurück. Dank den auch im vergangenen Jahr konsequent weitergeführten Anstrengungen zur Erhöhung der betrieblichen Effizienz konnte der Geschäftsaufwand 2016 gegenüber dem Vorjahreswert um 5% auf CHF 18.61  Mio. verringert werden. Aufgrund eines durch die FINMA angeordneten Impairment Tests, welcher im Zusammenhang mit der Veräusserung der Mehrheitsbeteiligung stand, musste die InCore ein Impairment in Höhe von CHF 1.3 Mio. auf den Sachwert der im Jahr 2013 in Betrieb genommenen IT-Kernbankenlösung vornehmen. Gleichzeitig hat der Verwaltungsrat entschieden, die ursprüngliche Abschreibungsdauer von acht auf zehn Jahre zu verlängern. Die längere Abschreibungsdauer ist durch die Werthaltigkeit des angepassten Sachwertes gerechtfertigt. Somit beliefen sich die Abschreibungen für das Jahr 2016 auf den gesamten Sachanlagen auf CHF 3.02 Mio. Die Bank schloss das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von CHF 0.029 Millionen ab. Die InCore sieht auch für das Geschäftsjahr 2017 ein ausgeglichenes Budget vor, wenn der negative Sondereffekt des Transitionsprojektes herausgerechnet wird. 

Gute Chancen und Aussichten im Kerngeschäft
Der im Schweizer Private Banking-Geschäft seit einiger  Zeit erkennbare Trend zur Reduktion der Fertigungstiefe mittels Outsourcing hat sich im Berichtsjahr nochmals  deutlich akzentuiert. Zahlreiche Privatbanken, welche in der Vergangenheit mit der Lösung anderer, dringenderer  Aufgaben und Probleme beschäftigt waren, haben angesichts der sich verschärfenden Konkurrenz im Geschäft mit vermögenden in- und ausländischen Privatkunden beschlossen, Outsourcing-Optionen konkret zu prüfen und entsprechende Angebote einzuholen. Mit ihrer klar fokussierten Geschäftsstrategie und ihrem einmaligen Dienstleistungsangebot als Anbieter von umfassenden «One-Stop-Shopping»-Outsourcing-Lösungen bietet sich der InCore – als einzige reine Schweizer Transaktionsbank ohne Aktivität im Private Banking-Endkundengeschäft – eine grosse Chance.  Deshalb hat die InCore in ihrem Kerngeschäft, dem Full Outsourcing mit integriertem Custody und Brokerage für kleinere und mittlere Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein, ihre Akquisitionsbemühungen im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben und konnte im vergangenen Geschäftsjahr zwei neue Privatbanken als Insourcing-Kunden gewinnen. Darüber hinaus sind bereits  weitere Outsourcing-Offerten platziert und ausstehend. Die Eigentümer der Bank sowie der Verwaltungsrat und  die Geschäftsleitung sind fest entschlossen, die sich  bietenden Marktchancen konsequent zu nutzen. Die Forcierung der Marketing- und Verkaufsaktivitäten wird deshalb auch im Jahr 2017 weiterhin den zentralen strategischen Schwerpunkt darstellen. 

Dr. Jean Philippe Moser, Präsident des Verwaltungsrates

Mark Dambacher, Vorsitzender der Geschäftsleitung