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Geschäftsbericht 2016Geschäftsbericht InCore

InCore Bank Geschäftsbericht 2017

Allgemeines zur InCore Bank AG und SOBACO Holding AG

Im Januar 2017 wurden 51% des Aktienkapitals der InCore Bank AG (InCore) an die Firma SOBACO HoldingAG (SOBACO) übertragen. Die Maerki Baumann HoldingAG hält weiterhin 49% der Aktien der InCore. SOBACO ist ein in der Schweiz etablierter Provider, welcher vor allem das Applikations-Management sowie den Infrastrukturbetrieb, aber auch das Projektgeschäft anbietet. Durch die Übernahme kann InCore zusammenmit den Schwestergesellschaften SOBACO Solutions und SOBACO Services die gesamte Wertschöpfungskette, vom Projektgeschäft über den Betrieb und Unterhalt, sowie dem BPO- und Bankgeschäft aus einer Unternehmensgruppe heraus anbieten. Zusammen stellt die Unternehmensgruppe den grössten Private Banking Hub dar, welcher Finnova als Core-Banking-Plattform hat. Durch diese strategische Neuausrichtung konnte InCore im Geschäftsjahr 2017 bereits erfolgreich zwei Neukunden auf ihrer Plattform aufschalten sowie einen grösseren Neukunden (zwei Banken)akquirieren. Es ist geplant, mit diesen zwei Banken im Geschäftsjahr 2018 live zu gehen.

Geschäftsentwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte InCore erneut wesentliche Fortschritte im Hinblick auf die Erzielung eines nachhaltig ausgeglichenen finanziellen Ergebnisses machen. Dies insbesondere auch durch die Gewinnung von Neukunden.

Der Verlust aus dem Zinsengeschäft betrug 2017 aufgrund der Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank CHF 0.17 Millionen (Vorjahres-Verlust ebenfalls CHF 0.17 Mio.). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich um 26.3% und betrug CHF 2.04 (Vorjahr 1.61) Mio. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft war mit CHF 16.37 Mio. im Berichtsjahr um 9.7% höher als im Vorjahr (CHF 14.92 Mio.). Der übrige ordentliche Erfolg ging im Jahr 2017 von CHF 3.82 Mio. auf CHF 1.40 Mio. zurück.

Dank den weiter im vergangenen Jahr konsequent geführten Anstrengungen zur Erhöhung der betrieblichen Effizienz und trotz neu gewonnener Kunden konnte der Geschäftsaufwand 2017 gegenüber dem Vorjahreswert auf beinahe gleichem Niveau von CHF 18.87 Mio. gehalten werden.

Aufgrund des Eigentümerwechsels wurde im Geschäftsjahr 2017 ein grösseres Transition-Projekt eingeleitet, welches zum Ziel hat, die gesamte Infrastruktur vom bisherigen Outsourcing Provider für Applikations- und Infrastrukturmanagement zur InCore SchwesterfirmaSOBACO Services zu transferieren. Dieses Projekt führte zu ausserordentlichen Aufwänden, die zum Teil durch eine Eigentümer-Defizitgarantie wieder ausgeglichen wurden. Durch diesen Umstand schloss die Bank im Geschäftsjahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis von CHF 0.00 ab.

Die Anzahl der Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt betrug 42.22.

Informationen zur Risikobeurteilung und zum Risikomanagement der InCore sind auf den Seiten 30 und 31 dieses Geschäftsberichts zu finden.

Das Budget der InCore sieht für das Geschäftsjahr 2018 einen leicht positiven Abschluss vor.

Gute Chancen und Aussichten im Kerngeschäft

Der im Schweizer Private-Banking-Geschäft seit einiger Zeit erkennbare Trend zur Reduktion der Fertigungstiefe mittels Outsourcing hat sich im Berichtsjahr nochmals deutlich akzentuiert. Zahlreiche Privatbanken, die in der Vergangenheit mit der Lösung anderer, dringenderer Aufgaben und Probleme beschäftigt waren, haben angesichts der sich verschärfenden Konkurrenz im Geschäft mit vermögenden in- und ausländischen Privatkunden beschlossen, Outsourcing-Optionen konkret zu prüfen und entsprechende Angebote einzuholen.

Mit ihrer klar fokussierten Geschäftsstrategie und ihrem einmaligen Dienstleistungsangebot als Anbieter von umfassenden «One-Stop-Shopping»-Outsourcing-Lösungen bietet sich InCore – als einzige reine Schweizer Transaktionsbank ohne Aktivität im Private-Banking-Endkundengeschäft – eine grosse Chance. Deshalb hat InCore in ihrem Kerngeschäft, dem Full Outsourcing mit integriertem Custody und Brokerage für kleinere und mittlere Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein, ihre Akquisitionsbemühungen im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben und konnte im vergangenen Geschäftsjahr erneut eine neue grössere Privatbank als Insourcing-Kunden gewinnen. Durch die aktive Neukundengewinnung und die daraus gewonnene positive Reputation konnte InCore bereits weitere Outsourcing-Offerten platzieren.

Die Eigentümer der Bank sowie der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sind fest entschlossen, die sich für InCore noch verbesserten Marktchancen konsequent zu nutzen. Die Forcierung der Verkaufsaktivitäten sowie die konsequente erfolgreiche Umsetzung von Insourcing-Projekten werden deshalb auch im Jahr 2018 weiterhin den zentralen strategischen Schwerpunkt darstellen.

Dr. Jean Phillippe Moser
Präsident des Verwaltungsrates

Mark Dambacher
Vorsitzender der Geschäftsleitung